Bilder aus dem Urlaub
Digitale Bilder eröffnen uns Welten in der Reisefotografie.
Unser Urlaub in allen Schattierungen lässt sich so mit nach Hause nehmen.
Doch können wir auch unsere Gefühle, unsere Sehnsüchte mit in unsere Fotos packen?
Bestimmt sind all unsere Gedanken des Augenblicks unmittelbar mit dem Bild verknüpft.
Erinnerung an unsere Gefühle von diesem einen bestimmten Moment, abrufbar bei der Bildbetrachtung.
Aber haben sie schon einmal in eben einem dieser bestimmten Momente darüber nachgedacht, was sie an Gedanken, Gefühlen oder eben inneren Bildern mit nachhause nehmen wollen? Welche Erinnerungen sollen an kühlen grauen Tagen greifbar sein, welche Gefühle können sie an miesen Tagen hervorholen, um sich besser zu stimmen?
Erinnerung an unsere Gefühle von diesem einen bestimmten Moment, abrufbar durch unsere Gedanken.
Ein lohnenswertes Unterfangen!
Nicht auswandern - sondern einwandern -
mit diesem Gedanken beschäftigt sich der heutige Artikel.
Ein Abend auf Kreta
von Buckj
Die Kulisse für den Text wechselt. Eine innerliche Betrachtung von Sehnsucht und Realität.
Souvenir, Souvenir
Laut Wikipedia ist ein Souvenir ein Gegenstand, den man als Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis, einen Ort oder eine Person mitnimmt und aufbewahrt. Das Wort stammt aus dem Französiscen und bedeutet dort Erinnerung, Andenken.
Im Unterschied zu einer Trophäe werden Souvenire meist käuflich erworben.
In einem Artikel von Focus.de von gestern (10.8.2007) wird das Thema Souvenir von verschidenen Warten beleuchtet.
Viel Geld für Souvenirs
Danach sollen inzwischen rund elf Prozent des Reisebudgets für Souvenirs ausgegeben werden. Das haben zumindest Urlaubsforscher, die den deutschen Touristen analysieren, herausgefunden. Bemerkenswert die Tatsache: Tendenz steigend.
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Da stelle ich mir die Frage, bin ich ein Souvenirjäger?
Oder doch eher ein Trophäensammler? Wenn ich hier einmal ganz banal das Gegenstück des gekauften Souvenirs als das gefundene, kostenlose Treibholz als Trophäe eines glücklichen Nachmittags am Strand bezeichne.
Der Artikel trifft für mich ein interessantes Thema zum weiterdenken.
Souvenirs haben im Gegensatz zu vor 20/30 Jahren eine grosse Akzeptanz erheischen können. Flanieren am Urlaubsort heisst doch, genüsslich all den Läden mit üppigem und farbenprächtigem Souvenirangeboten entlang zu streifen.
Wir grinsen da über einen unerwarteten T-Shirt-Spruch, probieren hier einen speziellen Raki, der gut bei Erkältung wirkt und ein altes Hausmittel Kretas ist, bewundern an jenem Stand die glänzenden Klingen der wunderlichsten Messerformen, erschnüffeln den Weg zum richtigen Kraut im Gewürzshop, stets begleitet von landestypischen Rhythmen und Melodien und Lockstoff des nächsten, vermeintlich noch kleverern Händlers. Schliesslich lassen wir uns müde zwar, doch sichtlich zufrieden und entspannt in einem Kefenieon nieder um unsere Eindrücke zu verarbeiten.
Die Souvenierindustrie hat gute Arbeit geleistet und mit einer perfekten Marketingstartegie uns zum Kauf verlockt und gleichzeitig mit einer zufriedenstellenden Gegenleistung entspanntes Ferienfeeling vermittelt. Wir werden wiederkommen oder zumindest von diesem Ort positiv berichten.
Sind Souvenirs nicht schon längst Kult.
Kultur zum mitnehmen, sammeln, studieren, betrachten, verschenken oder gebrauchen.
"Ich war schon da..." zählt sicher heute weniger wie "ich bin hip, drum trage ich Flagge".
Hier in der Schweiz haben zur Zeit die Schweizerkreuze Hochkonjunktur. Selbst bei Einheimischen ist Flagge zeigen total hip. Der Besuch im einheimischen Giftshop gehört langsam zum MUST.
Zurück zum Souvenierjäger und dem Trophäensammler. Die Meinung einer Freundin: Wenn ich im grossen Souvenirgeschäft in Luzern eine Kuckucksuhr kaufe, dann ist das für mich eindeutig ein Souvenirkauf, zumal die Kuckucksuhr weniger der Schweiz zuzuordnen ist als dem deutschen Schwarzwald. Da mich die Erinnerung von "in der Schweiz gekauft" zur "Erinnerung an die Schweiz" führt, ist das ein Souvenir. Wenn ich aber in einer Käserei im Berner Oberland ein handgeschnitztes Butterbrett erstehe, dann ich das die Erinnerung an ein spezielles Schweizerschnäppchen, das wohl nicht jeder und schon gar nicht in dieser Ausführung hat. Ein glücklicher Nachmittag endet mit dem Fund dieses hangeschnitzten Unikats, eindeutig eine Trophäe also. Ich bin mir natürlich bewusst, dass hier die Grenze fliessend ist. Und was für mich ein glücklicher Fund erscheint ist vielleicht für den andern genauso ein " Massenprodukt" also ein Souvenir. Für mich, die das aber nicht weiss, ist das im Zuge des Glücks nicht wichtig.
Gedankensplitter
Gedacht
Wurde eigentlich jeder Gedanke schon irgendwo einmal gedacht ?
Möglich aber unwahrscheinlich. Denn Gedanken sind so variabel und vor allem sehr flüchtig.
Wieviele Gedanken streifen uns täglich, werden aber kaum wahrgenommen, verfliegen gleich wieder. Vielleicht erscheinen sie uns im Traum, berühren uns beim Spaziergang, beim Betrachten eines Bildes, mitten im neusten Kinoevent. Kaum gedacht, tauchen sie ab ins Unterbewusste, wo sie vergessen werden oder aber schlummern und irgendwann zuendegedacht werden. Das heisst falls sie uns wiederbegegnen, als wachgerufene Erinnerung, beim Anblick von etwas Überraschendem oder nach einem Deja-Vue.
Gestreifet Gedanken sind sehr reizvoll. Ich versuche sie gelegentlich zu fangen und mir bewusst zu machen, was ich da zu denken begann. Den Gedanken einmal weiterspinnen. Da wäre ich dann schon mitten in der gedanklichen Ideensammlung.
Neudenken, denken abseits des Alltags, denken in unwichtigen Dimensionen.
Denken Neudeutsch, den Spielereien mit neuen Worten und Gedanken freien Lauf lassen.
Für mich ist das sehr anregend. Für jeden, auf den die Funken überspringen, der meine Gedanken weiterspinnt und mir die Fortsetzung, Abänderung , Ausgestaltung dieser Ideensammlung ,ist die Kommentarfunktion gedacht.
